Das Fach

Philosophie

Werte zu erkennen, Haltungen kritisch zu hinterfragen, das eigene Denken kritisch zu prüfen – in diesem tiefen, philosophischen Sinne ist das gemeinsame „Nachdenken“ also eine vielversprechende Beschäftigung:
Es ermöglicht uns erst, erfolgreich zu leben. Die Philosophie, das Philosophieren „erdet“ uns, gibt uns Halt, verschafft Orientierung, macht uns zu einer Gemeinschaft. Zumal es mächtige Mitstreiter gibt: Große Denker aus 2500 Jahren philosophischer Tradition helfen uns mit überraschenden Erkenntnissen über uns selbst, wichtigen Lehren aus der wenig ruhmreichen Vergangenheit und anwendbaren moralischen Regeln, unsere Gegenwart zu verstehen und zu bewältigen.

UNSERE FACHSCHAFT

“Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.”

Georg Christoph Lichtenberg

Lichtenberg mag ja ein heller Geist gewesen sein, aber das jetzt hier? „Zeit fürs Nachdenken haben“? Etwa: Sich Zeit fürs Nachdenken nehmen? In der Leistungs- und Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts scheint das immer schwieriger zu werden. „Nie so viel zu tun haben“? Kann ich das überhaupt beeinflussen?

Fürs Nachdenken ist schließlich im alltäglichen Lauf der Dinge kaum Zeit: Werte zu erkennen, Haltungen kritisch zu hinterfragen, das eigene Denken kritisch zu prüfen, letztlich: einen Weg zu sich selbst zu finden. Das wirkt für manche angesichts des kompromisslosen Wettlaufes um die besten Plätze in der Gesellschaft wenig Erfolg versprechend, irgendwie verträumt und vor allem angestaubt.

Andererseits: Das beginnende 21. Jahrhundert stellt schon Kinder und Jugendliche vor vielfältige persönliche, emotionale, ethische und politische Herausforderungen, zu deren Bewältigung uns die Mittel allzu oft fehlen. Eine kollektive Bankrotterklärung: Wir konkurrieren, wo man gemeinsam erfolgreicher wäre, bekriegen uns, obwohl wir damit das Risiko größter Zerstörungen eingehen, und suchen nach einem Sinn, den es so natürlich nicht gibt.

Werte zu erkennen, Haltungen kritisch zu hinterfragen, das eigene Denken kritisch zu prüfen – in diesem tiefen, philosophischen Sinne ist das gemeinsame „Nachdenken“ also eine vielversprechende Beschäftigung: Es ermöglicht uns erst, erfolgreich zu leben. Die Philosophie, das Philosophieren „erdet“ uns, gibt uns Halt, verschafft Orientierung, macht uns zu einer Gemeinschaft. Zumal es mächtige Mitstreiter gibt: Große Denker aus 2500 Jahren philosophischer Tradition helfen uns mit überraschenden Erkenntnissen über uns selbst, wichtigen Lehren aus der wenig ruhmreichen Vergangenheit und anwendbaren moralischen Regeln, unsere Gegenwart zu verstehen und zu bewältigen. Das bedeutet für den Philosophieunterricht am Geschwister-Scholl-Gymnasium, die Auseinandersetzung mit Fragestellungen aus der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler und für uns alle aktuell bedeutsamen Themen zu führen: Nachhaltigkeit und Interkulturalität etwa sind zwei unserer Kernthemen.

Insofern sind Philosophie und Praktische Philosophie vielleicht die Schulfächer, die im stärksten Maße lebensnah, lebensbezogen und lebenspraktisch sind. Das zeigt etwa der Kernlehrplan für das Fach Praktische Philosophie in NRW, der hinsichtlich der Zielsetzungen des Unterrichts von personalen, sozialen Kompetenzen, Methoden- und Sachkompetenzen spricht und zentrale Fragenkreise des Unterrichts festlegt. Außerdem gehört für uns die Vermittlung von Mediennutzungs-Kompetenzen wesentlich zu den Aufgaben des Faches. Die Lernarrangements sind dabei so gestaltet, dass wir unserer Verpflichtung gerecht werden können, die Stärken der Philosophie für unsere Schülerinnen und Schüler nutzbar zu machen.

Das bedeutet vor allem, so vielfältige Zugänge zur Philosophie zu schaffen, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler der Philosophiekurse daran teilhaben können. So arbeiten wir etwa in der Oberstufe seit langer Zeit mit philosophischen (Spiel-) Filmen, die mit einer speziellen Methodik untersucht, diskutiert und gedanklich vertieft werden. Nicht selten lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dadurch auch einen neuen Blick auf moderne Medien kennen: einen bewussten, innehaltenden Umgang, eben eine Medienrezeption, die wesentlich auf dem gemeinsamen Nachdenken über das Gesehene beruht. Ein anderer Aspekt unserer Arbeit sind Exkursionen, Projekte und Kooperationen: Mit den 9. Klassen besuchen wir alljährlich das japanische Gemeindezentrum EKO-Haus in Düsseldorf oder das buddhistische Zentrum in Essen, Oberstufenkurse lernen in Kooperation mit dem Schwelmer Freundeskreis die indische Kultur kennen, Schülerinnen und Schüler nehmen an Symposien und Vorträgen am philosophischen Institut der FernUni Hagen teil. Dadurch wird es möglich, Themen aus dem Philosophieunterricht an authentischen Orten und mit besonderen Personen zu vertiefen und so neue Perspektiven zu öffnen.

Von solchen Erfahrungen ausgehend, führt der Philosophieunterricht am Geschwister-Scholl-Gymnasium die Schülerinnen und Schüler schrittweise zu einschlägigen Methoden, Inhalten und Systemen der akademischen Philosophie. Diese Bindung an die Leitwissenschaft bedeutet für uns, schon Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse an die Lektüre zunehmend komplexerer philosophischer Texte heranzuführen, etwa von Epikur, Albert Camus und Arthur Schopenhauer. In der gymnasialen Oberstufe wird diese Beschäftigung dann strukturiert, systematisiert und vertiefend fortgeführt. So entfalten sich schrittweise Kompetenzen für (Zentral-) Abitur und Studium.

Um den Kompetenzaufbau bestmöglich zu fördern, unterstützen wir die Lernenden des Faches mit vielfältigen Angeboten: Beispielsweise erfolgt schon in der 9. Klasse eine Leistungsrückmeldung pro Quartal, wie sie in der gymnasialen Oberstufe üblich ist. Anschließend erhalten die Schülerinnen und Schüler auf Wunsch eine Beratung hinsichtlich der mündlichen Mitarbeit. So sollen besonders „stillen“ Schülerinnen und Schülern frühzeitig Wege aufgezeigt werden, sich in den Unterricht einzubringen. Unser Selbstverständnis des Faches Philosophie beinhaltet, dass die Lernenden durch einen schrittweisen Aufbau von methodischen Teilkompetenzen zur Selbständigkeit bei der Anwendung komplexer Methoden gelangen. Die dadurch erzielte analytische Schärfe und die Fähigkeit zur Vernetzung komplexer Strukturen sind nicht nur hilfreich im Studium der Philosophie. Sie sind Grundlagen für einen genauen diagnostischen Blick, für aufrichtiges, kritisches Denken. Somit hilft Philosophie bei der Vorbereitung für lebenslanges Lernen, gesellschaftliche Partizipation und mündiges Entscheiden.

Das Fach Praktische Philosophie ist in Klasse 8 erstmals wählbar.

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Geschwister-Scholl-Gymnasium Wetter (Ruhr)

Städtisches Gymnasium – Sekundarstufen I und II

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