Q1-Bio-LK beim UniStem Day 2020 zum Thema „Stammzellen – Alleskönner oder Teufelszeug?

Anfang März besuchte der Bio-LK der Q1 für zwei Tage die Ruhr Universität Bochum. Hier fand mittlerweile zum fünften Mal der UniStem Day statt, der in Zusammenarbeit des Alfried Krupp-Schülerlabors, des Lehrstuhls für Zellmorphologie und Molekulare Neurobiologie und des Instituts für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen veranstaltet wurde.

„Am ersten Tag erwartete uns ein Labor der Uni Bochum. Ausgestattet mit Kitteln und Mikroskopen ging es – nach einer kurzen Vorlesung von Prof. Dr. Wiese über Stammzellen – an das eigene Forschen: Wir haben verschiedene Arten von Zellen und Geweben, wie Fibroblasten (Hautzellen), Neuronen (Nervenzellen) und Astrozyten (weitere Zellen des Nervensystems), unter dem Mikroskop betrachtet und Zeichnungen angefertigt. Frau Dr. Reinhardt-Recht zeigte uns auch eine Kultur von iPS-Stammzellen unter dem Mikroskop. Hierbei handelte es sich um Hautzellen, die durch Behandlung mit einem sogenannten Yamanaka-Cocktail so verändert wurden, dass sie danach z.B. Nervenzellen hervorbringen konnten. Des Weiteren konnten wir das Prinzip der Gelelektrophorese ausprobieren. Wir lernten, wie man mit der Pipette das genetische Material mit Markern vermischt und in die Geltasche des Agarosegels gibt. Abschließend betrachteten wir das Bild unter UV-Licht. Im Anschluss an die Laborarbeit folgte die Mittagspause in der Mensa. Danach teilten wir uns in Teams ein und machten eine Campus-Rallye, bei der wir die wichtigsten Gebäude der Uni kennenlernten. Wir folgten dabei QR-Codes, Rätseln und Fragen rund um die Ruhr-Uni. Am Ende wurde das Team der „Sieger-DNA“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet und der erste Tag an der Ruhr-Uni war zu Ende. Am zweiten Tag trafen wir uns im Alfried Krupp-Schülerlabor und hörten eine kurze Vorlesung von Prof. Dr. Steigleder zu den ethischen Problemen bei der Forschung mit (embryonalen) Stammzellen. In Workshop-Gruppen befassten wir uns genauer mit den ethischen Aspekten embryonaler, iPS und adulter Stammzellen. Wir lernten die Pro- und Kontraseiten dieser Zellen und Methoden kennen und präsentierten diese, um zu einem Fazit zu kommen. Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion und Fragerunde mit den Experten der Biologie, Ethik und der Kirche. Zur Abrundung unseres Aufenthalts an der Ruhr-Uni gab es ein interaktives Quiz rund um das Thema Stammzellen und Stammzellenforschung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir in den zwei Tagen sehr viel über die Stammzellenforschung gelernt haben und auch wir durften selber ein wenig in die Welt des Forschens eintauchen. Uns wurden aber auch die kritischen Aspekte bewusst gemacht. Die im Lehrplan enthaltene Thematik „Stammzellen aus biologischer und ethischer Sicht“ konnte bei diesem lohnenswerten Ausflug unter Einbeziehung direkter Experten noch einmal ausführlich vertieft werden.“

19.03.2020 (Melina Lumpe, Jil Schultes, PORR)