Polenaustausch: Erfahrungen, Eindrücke und tolle Leute

Am 13. September 2019 sind wir, 14 deutschen Schüler*innen nach Polen geflogen und wurden dort sehr herzlich mit riesigen Plakaten von unseren polnischen Austauschschüler*innen empfangen. Die erste Begegnung war für viele von Startschwierigkeiten geprägt, da keiner so richtig wusste was er/sie sagen sollte. Allerdings hat sich das bei vielen sehr schnell gelegt. Bei mir war das vor allem durch das Kennenlernen der Familie der Fall, weil ich dort so herzlich aufgenommen worden bin und sehr große Gastfreundlichkeit erfahren habe. Mir und auch meinen Freunden wurden immer so viele Attraktionsmöglichkeiten oder auch Essensmöglichkeiten angeboten, so dass wir die zahlreichen Angebote in dieser Woche eigentlich gar nicht geschafft hätten. Die polnischen Schüler*innen waren sehr zuvorkommend und haben sich immer nach einem gerichtet oder sich erkundigt, ob es einem auch wirklich gut geht und ob man zufrieden ist.

Wir haben auch außerhalb der offiziellen Ausflüge viel miteinander unternommen und sehr viel Spaß gehabt. An einigen Abenden sind wir einfach in die Innenstadt von Warschau gefahren und sind in Shoppingmalls herumgelaufen oder oft waren wir auch alle bei jemandem zu Hause und haben dort kleine Partys veranstaltet. An einem Abend haben wir auch eine Geburtstagsparty für zwei Schülerinnen gemacht. Ich finde auf diesen Partys ist man den Leuten am nächsten gekommen, da alle einfach nur Spaß hatten und nicht drauf geachtet haben, ob ihre englische Grammatik richtig ist. In einem Escape Room waren wir auch, das war ein riesiger Spaß. Vor allem, weil man irgendwann so auf die Rätsel fokussiert war, dass einem egal war ob man überhaupt schonmal mit dieser Person geredet hatte oder nicht. Meiner Meinung nach sah man bei diesem Austausch auch, dass Teenager, egal in welchem Land sie leben, nicht so unterschiedlich sind wie man vielleicht denkt. Zum Beispiel hatten wir eine Stadtrallye durch die Altstadt von Warschau, aber da alle, egal ob polnische oder deutsche Schüler*innen, Hunger hatten, ist erstmal fast die ganze Gruppe zu McDonald’s gegangen und hat gemeinsam gegessen. Ich fand am letzten Tag war die Verabschiedung von allen nicht leicht. Egal ob es meine Gastfamilie oder die Schüler*innen waren. Man hat in einer Woche so viel und so intensiv Zeit miteinander verbracht, dass man sich eigentlich nicht verabschieden wollte. Für mich war es am Ende auch egal, ob ich mehr oder weniger Zeit mit einigen verbracht habe, ich wollte mich einfach nicht verabschieden. Ich habe jetzt schon Angst vor der Verabschiedung in Deutschland, da man ab da von sich aus in Kontakt bleiben muss und ich fände es viel zu schade mit so tollen, gastfreundlichen und lustigen Personen nicht in Kontakt zu bleiben. Also wenn die jüngeren Schüler darüber nachdenken, ob sie bei dem nächsten Austausch mitmachen sollen oder nicht sage ich nur: „Ja, macht mit!“. Denn eine Chance so gute Erfahrungen zu machen bekommt ihr vielleicht nie wieder und solche tolle Menschen nicht zu treffen wäre unfassbar schade. Der Gegenbesuch der polnischen Schüler*innen in Wetter findet übrigens in der Zeit vom 6. bis 13. Dezember 2019 statt.

Jule Breitenberger (9b)