Klassenausflug zurück in die Steinzeit – Besuch im Museum für Ur- und Frühgeschichte

Am 7. November besuchte die Klasse 6b das Museum für Ur- und Frühgeschichte am Schloss Werdringen im Rahmen eines Unterrichtsganges für das Fach Geschichte. Sophie und Lentje berichten hierüber für den Deutschunterricht:
Aufregung vor dem Eingang des Museums für Ur-und Frühgeschichte am Schloss Werdringen. 26 Jungen und Mädchen stehen mit den Lehrerinnen Frau Kössendrup und Frau Lucas-Sinn gespannt vor dem Schloss. Kurz darauf starren 28 Augenpaare ein riesiges Mammut an, das in der Eingangshalle thront. Eine Führerin erklärt: „Das Mammut ist bis zu 5m groß, bis zu 5t schwer, kann bis zu 60 km/h laufen und seine Stoßzähne sind bis zu 4m lang.“ Es diente den Menschen in der Steinzeit als Nahrung, sein Fell als Kleidung und die Haut, um Zelte zu bauen.
Die Steinzeit fing vor ca. 1,2 Millionen Jahren an und endete ca. 1800 v. Chr. Die Menschen in der Altsteinzeit waren Nomaden, weil sie keinen festen Wohnort hatten, sondern weiterzogen, wenn es im Umfeld keine Nahrung mehr gab. Sie aßen Früchte, Körner, Nüsse, Pilze, Honig, Insekten und Fleisch von Wildtieren. Sie erfanden die Nähnadel, den Faustkeil, Pfeil und Bogen, die Speerspitze und das Feuermachen.
Die Jungsteinzeit begann 5500 Jahre v. Chr. und endete 1800 v. Chr, und die Menschen wurden sesshaft. Sie lebten zusammen in Dörfern mit festen Häusern und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Sie erfanden das Stricken und Weben, griffen stärker in die Natur ein und erfanden den Pflug und die Hacke.
Die Klasse wird durch die Ausstellung geführt und sieht Waffen aus der Altsteinzeit, ein Wollnashorn und andere ausgestopfte Tiere. Besonders gefallen hat ihnen die Höhle, in der ein aus der Steinzeit stammender Schädel und weitere Knochenreste liegen. Anschließend dürfen die Kinder ihr eigenes Steinzeitmesser herstellen. Sie bekommen dafür ein kleines Stück Holz für den Griff des Messers, einen kleinen Faustkeil, der als Schneide mit Baumharz in das Holzstück geklebt wird, und Band und Federn zum Verzieren des fertigen Messers. Zum Schloss hin und auch wieder zurück gehen sie wie in der Steinzeit zu Fuß, zurück sogar im Regen. Sie brauchen dafür ca. 2 Stunden. Manche Kinder müssen vom Bahnhof aus auch noch zu Fuß nach Hause gehen – dort müssen sie zum Glück nicht in einer Höhle hausen, sondern in einem Haus mit trockenen vier Wänden!

(S. Saum, 6b)


Am 7. November 2019 unternimmt die Klasse 6b einen Unterrichtsgang ins Wasserschloss Werdringen nach Hagen. Um 8:45 Uhr geht es los. Der Treffpunkt ist der Bahnhof in Wetter.
Mit zwei Lehrkräften starten 26 Schülerinnen und Schüler am Bahnhof „Der Weg dauert ungefähr eine Stunde“, berichtet eine der beiden Lehrkräfte. Die Lehrerinnen führen die Gruppe an und die Schüler folgen ihnen gut gelaunt. Auf dem Weg zum Wasserschloss unterhalten sich die Kinder lebhaft.

Im Schloss angekommen vertreiben sich die Schülerinnen und Schüler die Zeit bis zur Führung mit einen lustigen Klatschspiel. Hungrig wie ein Mammut stürzen sie sich anschließend auf ihr Pausenbrot. Nach der Frühstückspause beginnt die Führung. Freundlich begrüßt Frau Schmidt, die Führerin, die Klasse 6b. „Legt bitte eure Rucksäcke und Jacken in die Garderobe“, fordert sie die Schülerinnen und Schüler auf. Nachdem alles verstaut ist, beginnt die Führung bei einem nachgebauten Mammut. Schließlich geht es zu einer Feuerstelle. Jeder darf einmal versuchen, einen Feuerstein und einen Katzengoldstein aneinanderzuschlagen, um einen Funken zu erzeugen. Die Gruppe begibt sich anschließend zu den Waffen. Frau Schmidt erklärt ihnen, wie die einzelnen Waffeln heißen und wie sie benutzt werden. Nun endet die einstündige Führung.

„Jetzt dürfen wir 10 Minuten alleine herumgehen und Fotos machen, bis es mit dem Workshop weitergeht“, erklärt uns ein Schüler. Nach 10 Minuten treffen sich alle in einem Raum. Hier basteln die Sechstklässler ein Steinzeitmesser. Zuerst suchen sie sich einen Stein und ein Stück Holz aus. Mit dem Stein wird das Holzstück glattgeschliffen. Anschließend wird eine Ritze mit dem Stein ins Holz geritzt. Schließlich bohrt man mit einem Steinzeitbohrer ein Loch in das Holz. Danach klebt man einen Stein mit Baumharz in die Ritze. Man lässt das Messer trocknen und fädelt ein Band durch das Loch. Nun kann das Steinzeitmesser noch mit Federn und Muscheln geschmückt und verziert werden. Als alle Kinder mit dem Basteln des Messers fertig sind, wird noch ein Gruppenfoto angefertigt. Anschließend treten die Schülerinnen und Lehrerinnen den Rückweg an. „Das war ein sehr schöner Ausflug“, berichten einige Schüler. „Besonders toll fand ich das Basteln des Messers“, teilt eine zehnjährige Schülerin freudig mit. „Ich werde es gleich ausprobieren!“

(L. Bilstein, 6b)

An einem normalen Donnerstag geht die Klasse 6b um 8:45 Uhr ihrem gewohnten Unterricht nach, doch heute verhält es sich anders: Im Rahmen des Geschichtsunterrichts ist eine Exkursion zum Wasserschloss Werdringen geplant.

Gut gelaunt finden sich die Kinder und zwei begleitende Lehrkräfte am Bahnhof Wetter ein, um sich von dort aus zu Fuß auf den Weg zu machen. Nach einer knappen Stunde ist das Ziel endlich erreicht. Einige Schülerinnen und Schüler verzehren erst einmal das mitgebrachte Frühstück, bevor die Führung mit dem Thema „Die Steinzeit entdecken“ beginnt. „Exkursionen machen Spaß, weil sie eine willkommene Abwechslung zum Unterrichtsalltag bieten“, denkt sich so manches Kind. Aber auch außerhalb der Schule gibt es heute allerlei Wissenswertes zu erfahren. So hören die gespannten Teilnehmer der Führung etwa, wie man Faustkeile herstellt und probieren dies sehr eifrig aus, betrachten ein lebensgroßes Modell eines Mammuts und dürfen zu guter Letzt in einem aufregenden Workshop selbst ein Steinzeitmesser anfertigen, was ihre Kenntnisse zum Thema „Werkzeuge und Waffen der Steinzeitmenschen“ abrundet. Auf dem Rückweg wird so fröhlich geplaudert, dass alle den Regen vergessen zu haben scheinen.

Nach einem kurzen Abschied begeben sich die Schülerinnen und Schüler gegen 13 Uhr mit ihrem neu erworbenen Wissen nach Hause.

(L. Baum, 6b)


Fotos L. Bilstein