Jugend debattiert am GSG – Wettstreit mit Argumenten zur Förderung von Demokratie und Sprache

Am Zeugnistag (2.2.2018) fand traditionell das Schulfinale von Jugend debattiert am Geschwister-Scholl-Gymnasium statt. Alexander Fischer und Stella Vucemilovic (Altersgruppe I) sowie Leonie Popp und Filip Vasileski (Altersgruppe II) überzeugten Jury und Publikum mit ihren Beiträgen zu zwei kontroversen Streitfragen.

„Sollen Klassenarbeiten anonymisiert geschrieben werden?“, lautete das Thema des Schulfinals von Jugend debattiert am Geschwister-Scholl-Gymnasium für die Altersgruppe I. Schulsieger Alexander Fischer (Platz 1, Klasse 9c) und Schulsiegerin Stella Vucemilovic (Platz 2, Klasse 9a) gelang es dabei am besten, ihre jeweiligen Positionen zu präsentieren. Sofija Terzic (Klasse 8c), eine der in diesem Durchgang stark vertretenen Achtklässlerinnen, erreichte den dritten Platz, und Mattea Eichhorn (Klasse 9a) wurde Vierte.

In der Altersgruppe II, deren Finalistinnen und Finalisten diesmal ausschließlich aus der Jahrgangsstufe EF stammten, konnten sich Leonie Popp (Platz 1) und Filip Vasileski (Platz 2) für den Regionalwettbewerb in Dortmund am 23.2. qualifizieren. Lina Nobiling (Platz 3) und Laurids Möers (Platz 4) sind ihre Vertreterin und ihr Vertreter. Sie debattierten die Streitfrage, ob für Jugendliche ein Smartphone-Führerschein vorgeschrieben werden solle – ein Vorschlag, dessen Relevanz das anwesende Publikum aus ca. 400 Schülerinnen und Schülern anzweifelte, wie Moderatorin Paula Brandt und Moderator Mert Akbulut ermittelten. Während der Beratungszeit der Jurys überließen Letztere dem kleinen Schulorchester unter der Leitung von Annette Lucas-Sinn die Bühne, das die Wartezeit mit einem tollen Auftritt vergessen machte.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist eine der ältesten Projektschulen von Jugend debattiert, das eine Initiative des Bundespräsidenten ist und unter seiner Schirmherrschaft steht. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Seit über zehn Jahren fördert Jugend debattiert sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung. Jugend debattiert ist mit bundesweit über 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das größte privat finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Der Wettbewerb findet zunächst auf Schul-, Regional-, und Landesebene statt. Höhepunkt ist das Bundesfinale, bei dem die besten Debattantinnen und Debattanten aus ganz Deutschland in Berlin aufeinandertreffen. Ab Regionalebene erhalten Siegerinnen und Sieger, in diesem Fall vom Land Nordrhein-Westfalen, als Preise mehrtägige Seminare bei Jugend-debattiert-Trainern, die sie auf die jeweils nächste Wettbewerbsebene vorbereiten. Bundessiegerinnen und -sieger werden in das Alumniprogramm von Jugend debattiert und das Programm fellows & friends der Hertie-Stiftung aufgenommen.

Die Debattantinnen und Debattanten des Schulfinales hatten bereits jeweils eine Qualifikation (29.1. und 30.1.) zu überstehen, in denen sie acht bzw. vier Konkurrentinnen und Konkurrenten hinter sich lassen konnten. Durch die Jurys, die auch in diesem Jahr aus eigens dafür ausgebildeten aktuellen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern der Schule bestanden, wurde nun die Reihenfolge für die folgende Regionalqualifikation (23.2.) festgelegt. Die beiden Schulsiegerinnen und Schulsieger der zwei Altersgruppen dürfen dort auf jeden Fall starten, die Ränge drei und vier weisen die Platzierten als Nachrückerinnen und Nachrücker aus, die zum Beispiel bei krankheitsbedingten Ausfällen zum Zuge kommen.

Fotos dieses spannenden Schulfinales, fotografiert von Merle Breuker, finden Sie in unserer Bildergalerie.

(BERG, 6.2.2018)