Exkursion des siebten Jahrgangs nach Xanten

Am Donnerstag den 05. Mai 2022 war es endlich so weit:

Unsere vier siebten Klassen durften in den LVR-Archäologischen Park nach Xanten fahren.

Xanten, eine Stadt am Niederrhein, erzählt von einer mehr als 2000-jährigen Geschichte und den eindrucksvollen Zeugen römischer und mittelalterlicher Vergangenheit mit dem Archäologischen Park Xanten (APX), in dem auf Originalfunden römische Bauten der Colonia Ulpia Traiana rekonstruiert wurden, und dem LVR-Römermuseum mit den angeschlossenen großen Thermen. Hier wird seit 1975 durch den LVR gegraben, untersucht und rekonstruiert.

In einer einstündigen Führung für jede Klasse erfuhren wir vieles zu aktuellen Forschungsergebnissen im römischen Xanten und konnten beeindruckende Rekonstruktionen besichtigen. Dabei konnten nicht nur wir Lateinschüler viel Kenntnisse über die römische Welt erwerben, sondern auch die Schüler mit dem Wahlfachschwerpunkt Französisch einen die Inhalte der Klasse 6 wiederholenden Einblick in das antike Reich bekommen.

Wir tauchten in die antike Zeit des römischen Reiches ein. Zuerst besichtigten wir Stadtpläne und erfuhren viel über die Veränderungen der Jahre in der damaligen historischen Zeit. Wir erfuhren viel über das Aufeinandertreffen von Römern und Germanen. Auch wie bereits bekannt, was vielen befremdlich klingen mag, dass römische Männer keinen Hosen, sondern Tuniken trugen.

Bei den Tempeln, Toren und Thermen und dem Amphitheater erfuhren wir auch viel über damalige ausgeklügelte Wasserleitungen. Mit viel Aufwand und hohen Aquaedukten leiteten die Römer das Wasser in die Städte, die man heute noch überall in Europa finden kann. Die Römer waren damals in diesen Dingen führend, ebenso wie im Straßenbau. Als wir uns die einzelnen Bereiche der kleinen Thermen ansahen, konnten wir schmuckvolle Malereien an den Wänden und Decken erkennen. Die Römer hatten viel Stil und Geschmack.

Amüsant und unvorstellbar für uns war in der damaligen Zeit das Verrichten seiner persönlichsten Bedürfnisse:

Man saß Reihe an Reihe, ohne getrennte Kabine bei kleinem und großem Geschäft und verrichtete in der lockeren Gesprächsrunde über Gott und die Welt seine Notdurft.

In den kleinen Thermen ist auch unser Klassenfoto der 7d entstanden.

Danach haben wir das große Amphitheater besichtigt.

Davor stand die Statue von Kaiser Marcus Ulpius Traianus, unter dessen Herrschaft die Stadt gegründet wurde.

Im Anschluss fand eine von der Fachschaft Latein vorbereitete Rallye durch den APX statt. Dafür haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt (3-4 Personen) mit dem Ziel schnellstmöglich viele richtige Informationen zu sammeln. Leider stellten wir bei der Rallye fest, dass das Spielehaus nicht geöffnet war. Währenddessen konnten wir schon den Spielplatz mit Hüpfburg erspähen, wo sich später vor allem die 7b aufgehalten hat.

Besonders imposant waren die Fakten über die Stadtmauer:

Der Bau der Stadtmauer war das größte Bauprojekt der jungen Colonia. Das Bauwerk maß über sechs Meter in der Höhe und hat mit einer Länge von 3,4 Kilometern die gesamte Stadtfläche umrandet. An den Stellen, an denen die Hauptstraßen in die Stadt führten, baute man drei große, besonders prunkvolle Tore. Dazwischen lagen insgesamt 22 Türme. Heute sind im APX neun Türme, einige Abschnitte der Mauer und das große Nordtor rekonstruiert.

Zum Schluss hat unsere Kleingruppe den Stadthafen mit Tempel erkundet, der nicht Teil der Führung war. Vom Rhein aus konnte man hier den zweitgrößten Tempel der Stadt erreichen. Der Tempel wurde in ausgewählten Teilen auf einem drei Meter hohen Podium rekonstruiert.

Die Sieger der Rallye, fünf Schüler der 7d, erhielten je einen Cafeteria-Gutschein im Wert von 3 Euro gesponsert durch den Förderverein des GSG.

Zum Abschluss des Tages vor Ort, eine halbe Stunde vor Abfahrt, erkundete unsere Lateinlehrerin Frau Porrozzi noch die rekonstruierten großen Thermen mit uns.

Diese waren erst kürzlich Thema in unserem Schulbuch und daher von sehr lehrreicher Bedeutung. Zu unserer Verwunderung waren sie sehr detailgetreu nachgestellt. Besonders anschaulich war die schon damals entwickelte Fußbodenheizung, das Hypocauston, dargestellt.

Zum Abschluss des Ausfluges vor Ort haben noch einige Kinder eine ausgedehnte Shoppingtour durch den Museumsshop unternommen.

Auf der Rückfahrt hat unsere Klasse noch eine musikalische Darbietung für Lehrer und Busfahrer abgehalten und somit die Zeit auf den wohlverdienten Feierabend verkürzt.

Das Schönste an der Fahrt war jedoch für viele Klassenkameraden und Kameradinnen nach so langer Zeit, endlich mal wieder frei in der Gruppe an einem schönen Tag den besonders angenehmen Seiten des Schulunterrichtes zu frönen.

Es war ein schöner und lehrreicher Tag für alle!

(Mercedes Kundt, 7d)