Windsurfen

Surffreizeit

Jedes Jahr im Sommer findet mit sportbegeisterungsfreudigen Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 die Surffreizeit mit der Windsurf AG nach Elburg statt. Dort können sie neben dem Gemeinschaftserlebnis das Surfen erlernen oder ihre Fertigkeiten verbessern.

Eindrücke der Surffreizeit


Ein Erlebnisbericht:

Windsurf AG Elburg / Niederlande 2008

Der Windsurf Ausflug war eine außerschulische Veranstaltung von Herrn Balkenhoff und Frau Karlof. Der Ausflug ging von Freitag den 20.06.08 bis Montag den 23.06.08. Es war erst geplant, dass nur 8. Klassen teilnehmen dürfen, aber dann haben sich nicht genug Interessierte gemeldet und unsere 7c durfte auch mit. Am Ende waren wir ungefähr 25-30 Schüler.

Am ersten Tag, also dem Tag an dem wir angekommen sind, haben wir unsere Windsurftrainer für das gesamte Wochenende kennengelernt. Sie haben uns nicht nur Windsurfen beigebracht, sondern begleiteten uns bei allen Sportarten, die wir dort machen konnten. Das heißt, sie haben jedem von uns, die Lust dazu hatten, Kanu/ Kajak fahren gezeigt, sind mit uns Inliner gefahren, haben uns in unseren Hütten besucht, die wir übrigens ganz für uns alleine hatten, kein Betreuer oder so hat da mit drin gewohnt, die hatten ihre eigene Hütte (der Nachteil dabei war, dass wir selber kochen mussten). Aber das ist eigentlich nicht der Rede Wert bei dem ganzen Spaß, den wir hatten.

Nachdem wir also unsere Sachen ausgepackt und einen kleinen Snack zu uns genommen hatten, bekamen wir unsere Neoprenanzüge. Und jetzt begann auch schon die erste Windsurf Übung. Eigentlich kann man sie so gar nicht nennen, da wir Bretter ohne Segel bekamen, uns ins knietiefes Wasser stellen sollten und versuchen sollten darauf zu stehen. Und das war gar nicht so einfach. Erst einmal kamen wir nur mit Hilfe hoch und das heißt nicht, dass wir dann auch standen! Die meisten klammerten sich an ihre Bretter und fielen bei dem kläglichen Versuch aufzustehen schnurstracks ins Wasser wieder herunter. Es war wirklich nicht leicht, aber am Ende dieser Übung nach mehreren "Brettspielen" (Bretter aneinander reihen, an jedem Ende hält einer fest und dann muss einer, der kein Brett festhält, über alle Bretter drüber laufen) konnte dann jeder mehr oder weniger gerade auf dem Brett stehen.

Nach diesem anstrengenden Tag sollte man meinen, dass alle erschöpft ins Bett fielen - aber nein, jetzt ging die Party erst richtig los mit Spielen und Fußball gucken und leckerem Essen.

Der nächste Tag war dann weniger erfreulich: Frühsport!!! Natürlich waren wir alle von der tollen Idee Herrn Balkenhoffs begeistert. Wer steht denn nicht gerne um gefühlte 5.00 Uhr morgens auf und fährt 2-3km Fahrrad oder Inliner?

Nachdem wir aber diese Tortur hinter uns gebracht hatten, gab es erst einmal Frühstück. Wir hatten sogar einen Brötchen-Lieferanten: Rob und Kristin. Aber so viel Zeit zum Frühstücken hatten wir auch nicht, die nächste Einheit Windsurfen begann! Alle konnten es kaum erwarten: Diesmal bekamen wir Bretter mit Segeln. Und uns wurde gesagt, dass es auch der perfekte Wind für Anfänger sei, wir selbst hatten natürlich keine Ahnung. Schließlich waren wir noch nie bei anderem Wind gesurft. Es war auf jeden Fall kein sehr starker Wind um genau zu ein: Es war fast windstill. Und eigentlich war Windsurfen auch gar nicht so schwer, wir wollten ja keine Saltos oder so machen, wir wollten bloß ein bisschen durch die Gegend surfen und vom Brett fallen. Das war ein irres Gefühl auf einem Brett zu stehen, das so auf den Wellen trieb und sich langsam in eine Richtung bewegte. Es hat uuunglaulich viel Spaß gemacht.

Natürlich gab es auch noch Theorie. Die wurde uns direkt beim Windsurfen beigebracht, aber das war leicht, die Teile des Surfbrettes und des Segels hatten wir schon in den Vortreffen der AG und zuhause gelernt, jetzt mussten wir nur noch wissen, wie wir nach rechts und links fahren, nach vorne und natürlich, wie wir wieder anhalten. Glücklicherweise hatten Rob und Kristin zu jedem eine Eselsbrücke.

Unglücklicherweise machte sich aber unser Magen bemerkbar. Und wir mussten aufhören und Mittagessen. Wir beeilten uns, denn wir hatten danach nur wenig freie Zeit und wir waren ja schließlich nicht zum Pause machen nach Holland gefahren. Die nächste Einheit Windsurfen begann und wir wurden immer besser. Aber jetzt stand noch etwas Besonderes an: Ein Bowle-Wettbewerb! Es ging darum, wer die leckerste Bowle mit der besten Geschichte machte. Alle Mädels legten sich mächtig ins Zeug, mixten Säfte zusammen, verhackstückelten Früchte.

Die Bowlen wurden nach draußen getragen und jede Gruppe las ihre Geschichte vor. Dann musste die Jury, bestehend aus Frau Karlof, Herrn Balkenhoff, Rob und Kristine probieren. Der verdiente Sieg ging an Maxis Hütte (Alia, Franzi und Vivi). Maxi hatte zuvor über 2 Stunden an der Geschichte geschrieben und die Bowle schmeckte auch super. Der Preis war, dass sie entscheiden durften, ob die Anderen, also wir, am nächsten Tag Frühsport machen müssen. Sie entschieden sich zur Freude aller für nein. Sogar Herr Balkenhoff, dessen Idee es gewesen war Frühsport zu machen war begeistert, aber als Sportlehrer musste er es natürlich für Freiwillige anbieten und zu seinem Entsetzen und der Schadenfreude der Schüler meldeten sich einige.

Am nächsten Tag hatten wir vormittags wieder eine Einheit Windsurfen. Aber am Nachmittag waren Spiele angesagt: Wasser- Rugby! Auch wenn die Mannschaften meistens nicht sehr gerecht aufgeteilt waren, besonders weil Herr Balkenhof immer in die eh schon beste Mannschaft ging, waren alle hellauf begeistert von dieser Sportart, in der von untertauchen bis zur Rudelbildung alles erlaubt war. Als wir uns dann so richtig ausgetobt hatten, gingen wir Abendbrot essen. Heute gingen viele ein wenig früher schlafen, denn morgen waren die Prüfungen für den Surfschein angekündigt.

Als der nächste Tag begonnen hatte, waren alle, die den Surfschein machen wollten nervös. Sie saßen vor ihren Übungsbüchern und lernten. Die erste Einheit Windsurfen fing an. Und ausgerechnet heue machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung! Es war windig - sehr sehr sehr windig. Als wir auf dem Wasser waren, bemerkten wir, dass ungewöhnlich viele Mitarbeiter dieser Surf-Schule auf dem Wasser waren. Für alle, die gut Windsurfen konnten, war das super Wetter, für uns war es absolut grauenvoll. Der Wind war so stark, dass die meisten nicht genug Kraft hatten die Segel hochzuziehen, jedesmal wenn man es fast geschafft hatte, ging einmal der Wind hinein und entriss es aus meiner Hand. Trotzdem musste die praktische Prüfung heute statt finden, denn es war der letzte Tag. Wir versuchten verzweifelt von Boje zu Boje im Dreieck zu surfen, aber vergebens. Keiner von uns schaffte das. Wir dachten uns alle schon, dass wir nicht bestanden hatten, schließlich waren wir nicht mal zu einer einzigen Boje gekommen, aber dann kam alles ganz anders! Kristine sagte uns, wir hätten bestanden, weil der Wind zu stark für uns Anfänger gewesen ist und sie gesehen hatte, dass wir bei weniger Wind relativ ordentlich segeln könnten. Wir waren überglücklich! Damit hätten wir nicht gerechnet! Jetzt mussten wir nur noch die theoretische Prüfung bestehen und schon könnten wir uns in ganz Europa Surfmaterialien ausleihen! Wir beeilten uns aus dem Wasser zu kommen und setzten uns dann sofort daran alles aus dem Übungsheft auswendig zu lernen, mit Erfolg: Vor unserer Abreise bekamen alle, die an den Prüfungen teilgenommen hatten, ihren Surfschein.

Alina Jenke, 7c (07/08)